Was Sie bei der MDK-Begutachtung beachten sollten

  • Bei der Begutachtung geht es darum, was die Pflegeperson selbstständig kann und wo er Hilfe benötigt. Je mehr Hilfe ein pflegebedürftiger Mensch durch eine fremde Person benötigt, umso höher fällt die Bewertung für den Pflegegrad im Gutachten aus.
  • Sagen Sie ganz klar, was die Pflegeperson alleine kann und was sie nicht kann und wie viel Unterstützung notwendig ist.
  • Es sollte dabei der tatsächliche Zustand des zu Pflegenden gezeigt werden. Wenn er sich z.B. nicht alleine die Haare kämmen kann, dann sollte er bei der Begutachtung nicht top gestylt sein. Oder sollte die Pflegeperson gerade essen, wenn der MDK kommt, dann lassen Sie ihn weiter essen. So kann der MDK-Prüfer die tatsächliche Situation besser einschätzen und auch sehen wie viel Unterstützung beim Essen notwendig ist.
  • Ein höherer Betreuungsaufwand kann auch bestehen, wenn sich der zu Pflegende z.B. aufgrund von starken Schmerzen, beim Zähne putzen permanent wehrt und Sie erst gut und lange zureden müssen.
  • Wenn Sie die Pflegeperson nach dem Toilettengang bei der Reinigung unterstützen müssen, sollten Sie diese Durchführung Ihrer Tätigkeit unbedingt dem Gutachter gegenüber erwähnen.
  • Wenn die Pflegeperson Probleme mit dem Knöpfen hat, dann sollte die Pflegeperson am Tag der MDK-Begutachtung auch wirklich ein Kleidungsstück mit Knöpfen tragen. Nur so kann der Begutachter sehen, dass das Öffnen der Bekleidung nicht mehr alleine möglich ist.
  • Erklären Sie dem Gutachter, welche Umstände die Pflege erschweren. Dies können sein: Die baulichen Gegebenheiten (kein Aufzug oder Treppenlift), das Bad ist nicht behindertengerecht, zu schmale Türen für einen Rollstuhl, Berührungsempfindlichkeiten, vermehrte Aufsicht und Begleitung wegen Sturzgefahr.
  • Wenn Sie bereits einen Pflegedienst haben oder nach der Einstufung in einen Pflegegrad einen Pflegedienst hinzuziehen möchten, sollten dieser bei der Begutachtung unterstützend zur Seite stehen, da er fachlich sehr gut erklären kann, welche Tätigkeiten unbedingt notwendig sind und wo überall Hilfe benötigt wird. Sie können aber auch bei der Begutachtung die Pflegedokumentation des Pflegedienstes vorlegen.

WICHTIG:

  • Wenn der zu Pflegende z.B. einen Rollstuhl, ein Pflegebett, Pflegehilfsmittel, Hilfsmittel oder eine Rehamaßnahme benötigt, sollte dies dem Gutachter mitgeteilt werden, so dass er das gleich mit in sein Gutachten aufnehmen kann. So muss es nicht nachträglich beantragt und genehmigt werden.
  • Besprechen Sie mit dem Gutachter die Wohnsituation. Zeigen Sie, welche Defizite die Wohnung hat, um eine vernünftige Pflege zu gewährleisten. Somit können wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gleich im Gutachten mit aufgenommen werden.
  • Bitten Sie den Gutachter, dass der Pflegegradbeurteilung auch das Pflegegutachten beigelegt wird, denn Sie haben ein Recht auf das Gutachten. Das Pflegegutachten ist wichtig, wenn Sie Widerspruch gegen den Pflegegrad einlegen möchten. Damit können Sie argumentieren, wenn Sie wissen, WARUM der Pflegegrad abgelehnt wurde.
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